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Donnerstag, 18.03.2010 23:00

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Umwelttipps
UMWELTTIPPS
 

 „(Un)Heimlicher" Stromfresser

Fernseher, Videorecorder, Satelliten-Receiver, CD-Player, Radios, HiFi-Geräte sowie PCs mit Modem und Drucker gehören heute zur Standardausrüstung vieler Haushalte. Auch wenn diese Geräte nur niedrige Anschlussleistungen haben, ergibt sich bei Dauerbetrieb ein relativ hoher Verbrauch. Mehr als die Hälfte des Energiebedarfs von Unterhaltungsgeräten wird nicht beim Betrieb, sondern im ausgeschalteten Zustand verbraucht, denn viele dieser Geräte verfügen über einen so genannten Stand-by-Modus.

Dadurch sind sie nach dem Einschalten sofort betriebsbereit oder können über die Fernbedienung eingeschaltet werden. Dieser Komfort geht jedoch auf Kosten des Energieverbrauchs. Pro Jahr werden allein in Deutschland durch den Standby-Betrieb 14 Mrd. kWh verbraucht. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 5,5 Millionen Haushalten. Dieser „heimliche" Stromverbrauch ist technisch bedingt, da das Netzteil auch im Standby-Betrieb Energie benötigt. Wird das Gerät komplett ausgeschaltet, lässt sich also einiges an Energie sparen. Leider werden heute vielfach Geräte hergestellt, die nur noch zwischen Stand-by und Betrieb geschaltet werden können. Ein komplettes Ausschalten ist hier nur durch Ausstecken möglich. Gerade wenn mehrere solcher Geräte zusammen betrieben werden, kann unnötiger Energieverbrauch durch eine schaltbare Steckdosenleiste verhindert werden. Beim Kauf von Geräten, die permanent im Stand-by-Modus betrieben werden (Videorecorder, Satelliten-Anlagen, Fax-Geräte, Mobiltelefone usw.), sollte auf einen niedrigen Verbrauchswert für den Stand-by-Betrieb geachtet werden. (spa) 

 Akkus sind Stromfresser
Rund 50 unterschiedliche elektrische Kleingeräte wie Anrufbeantworter, Küchenmixer, Kaffeemaschine, Staubsauger oder Elektrozahnbürste werden heute verkauft.

Im Durchschnitt befinden sich in jedem Haushalt etwa 15 solcher Geräte. Manche, wie beispielsweise die Kaffeemaschine, kommen täglich zum Einsatz, andere, wie beispielsweise der Akku-Staubsauger, seltener. Geräte mit aufladbaren Batterien haben eine sehr schlechte Energieausnutzung. Nur wenige Prozent der aus dem Stromnetz bezogenen Energie werden für die eigentliche Tätigkeit verbraucht. Das meiste geht bei der Ladung der Akkus verloren.
Äußerst ungünstig ist es, wenn dann das Ladegerät ständig in der Steckdose steckt, da das Ladegerät permanent Strom verbraucht.
(spa)

Es werde Licht – aber effizient

Vierzehn Prozent allen Stroms in Haushalten werden für Beleuchtung verbraucht. Deshalb sollten Lampen möglichst effizient sein. Neben dem Ausschalten von gerade nicht benötigten Lampen bietet sich der Einsatz von Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) oder Neonlampen (stabförmige Leuchtstofflampen) an. 

Oft werden Energiesparlampen wegen der relativ hohen Anschaffungskosten oder ihrer voluminösen Bauform nicht verwendet. Der verhältnismäßig hohe Preis macht sich aber wegen des im Vergleich zu Glühlampen deutlich niedrigeren Stromverbrauchs nur 20 Prozent und der längeren Lebensdauer (zehn Mal länger) bezahlt. Neue kompaktere Bauweise garantiert vielfache Anwendungsmöglichkeiten.
Seit einigen Jahren werden Halogenlampen immer stärker eingesetzt. Sie liefern bei gleichem Stromverbrauch ein etwa doppelt so helles Licht wie Glühbirnen. Ihr Licht ist gebündelter als das von Glühlampen und dienen oft als Effektbeleuchtung. Allerdings werden oft mehr Lampen benötigt als mit Glühlampen. Dadurch verringert sich die erzielte Energieeinsparung.
(spa) 

Sparsames kochen und backen
Über 70 Prozent aller deutschen Haushalte kochen mit Strom. Die restlichen Haushalte bereiten ihre Mahlzeiten weitgehend auf dem Gasherd zu. Kochen und Backen verursachen rund fünf Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt.

Davon entfallen etwa zwei Drittel auf das Kochen, ein Drittel auf das Backen. Kochen und Backen bieten vielfältige Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu reduzieren:  Weitere Informationen gibt es im Internet unter mehr...  

Kühlgeräte richtig verwenden
Wenn Sie einen Kühlschrank oder ein Gefriergerät kaufen, legen Sie mit Ihrer Produktwahl den Stromverbrauch für die gesamte Lebensdauer des Gerätes fest – das können 10 bis 15 Jahre sein. 

Gerade deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren und schließlich das Modell mit dem niedrigsten Energieanspruch zu wählen. Denn bei den am Markt konkurrierenden Geräten gibt es eine bunte Mischung aus sparsamen, durchschnittlichen und verbrauchshohen Modellen. 
Vergleichen Sie den Stromverbrauch in der Produktinformation des Herstellers . Richtiges Aufstellen und richtiges Benutzen sind die Garanten für einen niedrigen Stromverbrauch: Nicht neben Herd oder Heizung stellen, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
Das Gerät soll fest und gerade stehen. Tür nicht unnötig öffnen. Gummidichtung überprüfen.
Lüftungsgitter freihalten. Regelmäßig abtauen. Auf Richtige Temperatureinstellung achten: beim Kühlen plus sieben Grad, beim Gefrieren Minus18 Grad. Nur abgekühlte Speisen hineinstellen und abdecken. (spa)
 

Auch Sonne und Wind trocknen 
Sonne und Wind sind frische, fleißige und völlig kostenlose Wäschetrockner. Wenn Sie einen elektrischen Wäschetrockner benutzen, lassen Sie sich von einem Strommessgerät (man kann sie kostenlos bei den Stadtwerken ausleihen) vorrechnen, was ein Mal trocknen kostet.

Überlegen Sie daher genau, ob Sie unbedingt einen Trockner benutzen müssen.
Bei Wäschetrocknern erreichen bisher nur wenige Geräte die Energieeffizienzklasse A - diese haben meist besondere Technik (beheizt durch Gas- oder Wärmepumpe). Achten Sie darauf, das Gerät optimal zu befüllen - es lohnt sich.
 

Energiesparend waschen 
Der Stromverbrauch der Waschmaschine dient überwiegend zum Aufheizen des Wassers. Deshalb sollte die Wäsche möglichst bei niedriger Temperatur gewaschen weben Außerdem wird Wäsche auch schon bei 60 Grad Celsius richtig sauber – Kochwäsche sollte daher die Ausnahme sein.

Achten Sie beim Kauf einer Waschmaschine unbedingt auf das EU-Label. Hier findet man alle wichtigen Informationen zum Gerät, außerdem die Energieeffizienzklasse sowie zur Wasch- und Schleuderwirkung. Messen sie die verschiedenen Waschvorgänge nacheinander mit einem Strommessgerät – kann man kostenlos bei den Stadtwerken ausleihen – und tragen sie die Ergebnisse in eine Tabelle ein. Fall sie generell das Vorwaschprogramm nicht oder selten nutzen (es ist meistens entbehrlich), können sie die entsprechende Messung vernachlässigen. Wenn die Waschmaschine eine Halb-Spartaste besitzt, vergleichen sie dieses Sparprogramm mit dem entsprechenden Normalprogramm. Es wird deutlich werden, dass ein Sparprogramm deutlich weniger Energie benötigt. 
Eine energiesparende Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A verbraucht 0,57 bis 1,9 Kilowattsunden pro Waschgang. 
 

Wissenswertes über die Energie-Einsparverordnung und den Europäischen Energiepass
 Die Mitglieder von „Haus- und Grund Speyer" befassten sich in einer Veranstaltung mit dem Thema Thema „Wissenswertes über die Energie-Einsparverordnung und Europäischer Energiepass" mit den neuen
Regelungen. Nachstehend gibt es Informationen zu diesem hoch-
interessanten Themenkreis.
Dabei machte der Referent des Abends Ralf Best, technischer Berater des Schornsteinfegerverbandes Rheinland-Pfalz, deutlich, dass es im Bereich der Heizenergie ein sehr großes Einsparpotenzial gibt: „Mehr als drei Viertel des privaten Gesamtenergiever- brauchs gehen zu Lasten der Heizenergie." 
Die seit dem 1, November 2004 gültigen verschärften Grenzwerte des Bundesimmissionsschutzgesetzes Grenzwerte für die Abgasverluste von Heizungsanlagen werden vom Schornsteinfeger überprüft. Sollten die Werte überschritten werden, wird innerhalb von sechs Wochen noch einmal nachgemessen. Bleibt es bei zu hohen Auch gelte es, die 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung zu beachten, die alten Heizungsanlagen und mangelhaft gedämmten Gebäuden spätestens bei der Sanierung konkrete Nachrüstpflichten auferlegt. 
Dadurch soll Primärenergie gespart werden. Unabhängig von Sanierung gibt es dann eine Nachrüstpflicht für den Anlagenbetreiber (Hausbesitzer), wenn die Heizkessel vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden. Diese sind bis zum 31. Dezember 2006 außer Betrieb zu nehmen. Weiterhin müssen Heizungs- und Warmwasserrohre in nicht beheizten Räumen, die Zugänglich und nicht gedämmt sind, gedämmt werden. Auch die obersten Geschossdecken beheizter Räume sind, sofern sie nicht begehbar sind, bis ende 2006 zu dämmen. Ausgenommen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, die vom Eigentümer selbst bewohnt werden. Beim Verkauf tritt aber die Nachrüstpflicht in Kraft. 
„Bei der Durchführung lässt der Staat die Menschen aber nicht allein, denn es gibt Fördermittel." In jedem Fall sollten die Hausbesitzer sich mit ihrem zuständigen Schornsteinfeger beraten, denn der sei eine unabhängige Instanz, die ihm keine neue Heizung aufschwatzen wolle, so Best. 
Derzeit würden Modellprojekte laufen, mit denen Kriterien für die Einführung eines einheitlichen europäischen Gebäude-Energieeffizienz-Passes gefunden werden sollen. Spätestens ab 1. Januar 2006 müssen alle Häuser, bei denen Mieter wechseln, klassifiziert werden. Durch die Klassifizierung sollen Gebäude in Punkto Energieverbrauch Vergleichbar werden. Das werde zukünftig ein wichtiges Kriterium bei der Vermarktung von Immobilien werden. „Die Mehrheit des Bestandes wird wohl sehr schlecht eingestuft werden", befürchtete Best. 
u Informationen gibt es in der kostenlosen Broschüre „Das Energiesparschwein" des Umweltbundesamtes, Postfach 330022, 14191 Berlin. E-Mail:  uba@stk.de oder im Internet unter:
www.schornsteinfeger-rp.de.

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