Von Harald Stein Bei der diesjährigen IAA 2009 in Frankfurt werden an den Ständen der Hersteller nicht nur schnelle Autos bewundert, auch die schönen Messehostessen sind mit Sicherheit erneut eine Augenweide. Mitten in der Wirtschaftskrise der Autobranche startet die 63. Automobilmesse unter dem Motto "Erleben, was bewegt". Mit Elektroautos und Hybridantrieb will die Branche Modelle der Zukunft präsentieren. Foto: Schöne junge Frauen in schönen Autos - die IAA ist immer was für`s Auge.
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VDA-Präsident Matthias Wissmann äußert sich optimistisch bei der Pressekonferenz. "Wir freuen uns, dass sich die Zahl der Weltpremieren bei den Automobilherstellern noch einmal deutlich auf exakt 100 erhöht hat. Wir haben gegenüber der Rekord-IAA 2007 damit, was die Zahl der Weltpremieren angeht, noch einmal um 14 Prozent zugelegt. Diese IAA wird eine besondere Innovationsqualität haben. So viel Innovation, so viele Neuheiten gab es bisher noch nie". Man kann sich, wie in der Politik, alles schönreden. Die Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache. Die Zahl der Hersteller liegt sieben Prozent niedriger bei 62 Firmen. Die Ausstellungsfläche schrumpfte auf etwa 190.000 Quadratmeter, rund 15 Prozent weniger als bei der letzten IAA. Die Ausstellerzahl reduzierte sich auf 781 aus 30 Ländern. Auch das sind über 28 Prozent weniger als bei der letzten Schau. Die Absagen von Honda, Nissan und Daihatsu sprechen schon eine deutlichere Sprache. Auch die meisten amerikanischen Hersteller sind heute nicht vertreten. Vor zwei Jahren war alles in Frankfurt öko und ganz viel hybrid. Damals wurden die Wände weiß und grün gestrichen. Eine wirkliche Wende gab es trotzdem nicht. Die ersten Hybridmodelle deutscher Hersteller können erst seit kurzer Zeit gekauft werden. Natürlich im obersten Preissegment. Im Massenmarkt herrscht immer noch Fehlanzeige. Das hat die deutsche Autoindustrie gegenüber den japanischen Herstellern verschlafen. Im Jahr 2009 wird nun alles elektrisch. Das ist aber wieder nichts Neues. Über einen Wagen wie den Opel Ampera wird schon seit einigen Jahren berichtet. Bei Modellen wie der BMW Vision Efficient Dynamics oder dem Elektroantrieb für den Mercedes SLS kann man schon ins Schwärmen kommen. Das sind aber nur schöne Millionärsträume, die viel über den Eskapismus der Autobauer aussagen. Hilfe, die Probleme von morgen für ganz normale Menschen zu lösen, ist das nicht. Auch bei den Besuchern erwartet man ein sattes Minus. Der VDA rechnet für die diesjährige IAA mit 750.000 Besuchern - statt der knappen Million, die noch 2007 kamen. Das verwundert ein wenig. Denn so hart hat die Wirtschaftskrise die Automobilnation eigentlich noch nicht getroffen, dass sich so viel weniger Menschen eine Eintrittskarte leisten könnten, zumal doch der Elektro-Hype für Neugier sorgen müsste. Die Ära der Abwrackprämie ist vorbei. Bleibt zu wünschen, dass die vielen Innovationen die Branche weiter beleben werden. (Fotos: Harald Stein)
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