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Neues von den Weinschmitts: Pfälzer Rad-Welten-Bummler in Nepal – Leiten dort Anfang 2010 fünf Monate Hotel – Laden Freunde zu Besuch - Fahrt über Himalaya - Bordcomputer defekt

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Kategorie: MENSCHEN
Veröffentlicht am: 23. October 2009 23:04 - 302 Hits

 Die Weinschmitts haben sich wieder gemeldet. Schwierigkeiten gab es mit ihrem Bordcomputer und nun wartet Louis auf die Ankunft eines neuen Gerätes. Danach gibt es wieder regelmäßig Berichte. „Für uns rast die Zeit nur so dahin, schreibt Elke. Albert Einstein hatte also recht mit seiner Relativitätstheorie: „Je weiter man weg, um so schneller vergeht die Zeit". Die Asienradler bedauern, dass sie nicht bei Eröffnung vom „Worschtmarkt" dabei sein konnten.

Foto 1: Elke Weinsheimer und Louis Schmitt in Nepal: In 5460 m Höhe auf dem 220 Kilometer langen in Anapurna-Trail.

 

Aber sie feierten trotzdem. Dazu stellten sie sich mit einer Flasche Wein am Freitag, 11. September, genau 16 Uhr in Nepal mit einer Flasche Wein auf dem höchsten Punkt von Pokhara, verneigten sich nach Westen und prosteten den  Wurstmarkteröffnungsgästen zu.

 Louis hat seinen saft- und kraftlosen Radeltiefpunkt über die mächtige Gebirgskette im Himalaya längst wieder vergessen. Mit viel Kraft und der Hilfe von LKW-Fahrern schafften sie es, dieses 3 bis 5.300 Meter hohe Hindernis auf einer Länge von 470 Kilometern zu überwinden. Danach war aber eine Erholung in dem herrlichen Ort Manali fällig. Doch lassen wir die Beiden selbst zu Wort kommen und einen kleinen Rückblick ihrer Erlebnisse geben:

 Hier in Manali haben wir zum ersten Mal indischen Lifestyle erlebt, wie wir es nur im Fernsehen gesehen haben. Das Mondäne hier war aber nicht ganz unsere Welt. Deswegen machten wir uns nach Rishikas auf. An diesem Ort hatten sich die Beatles inspirieren lassen und tolle Songs erdacht. Auch ich habe mich auf den Hosenboden gesetzt und neun Storys geschrieben, die nun alle unter www.weinschmitt.de gesetzt sind. Von hier aus radelten wir direkt auf die nepalesische Grenze zu. Das war gar nicht so einfach. Wir kamen vom Hochgebirge in den feuchten Monsun mit 98 Prozent Luftfeuchtigkeit und über 40 Grad im Schatten. Doch Nepal zeigte sich von seiner besten Seite, sauber, kein Plastik und super freundliche Menschen. Nach weiteren zehn Tagen erreichen wir Pokhara im Himalaya, hier sieht es so ähnlich aus wie am Bodensee, nur dass die Berge 6000 Meter höher sind.

 Am 23. August feierten wir unser erstes nepalesisch-deutsches Weinfest über Skype. Wir organisierten im Castle-Resort-Hotel in Pokhara eine Party mit einem Neun-Gänge-Menü und Weinen aus dem Maikammerer Weingut Stachel, Australien, Süd-Afrika und Frankreich. Zur gleichen Zeit organisierten unsere Freunde in der Pfalz eine Grillparty, die wir über Skyps verfolgen konnten. Für uns war es ein unbeschreibliches Gefühl, unsere Freunde nach so langer Zeit wieder einmal zu sehen. Sogar unsere Freundin Judith kam extra aus der Schweiz und brachte es auf den Punkt. Sie schrieb uns begeistert: „Es war der Hammer ...".

 Und dann kam ein ganz tolles Angebot: Um fünf Monate verreisen zu können baten uns die Besitzer des Castle-Resort, das Hotel für diese Zeit zu leiten. Elke und ich mussten nur kurz überlegen und nahmen an. Also herhören, alle die sich für Nepal interessieren, haben die Chance ihren Urlaub bei uns zu verbringen und die Schönheiten der einmaligen Bergwelt mit See und vielen Aktivitäten kennen zu lernen. Klickt doch mal www.pokharacastle.com an. Schreibt uns ein paar Zeilen. Bei Interesse gibt's natürlich mehr Infos. Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen, wer sich alles auf den Weg zu uns nach Nepal macht.

 Elke und ich waren hier auch schon auf dem Anapurna-Trail: 13 Tage lang, 220 Kilometer weit und 5460 m hoch. Der Anapurna-Trail müsste eigentlich in die 10 schönsten Wanderungen der Welt aufgenommen werden. Die Faszination durch eine Bergwelt von sieben- bis achttausend Meter hohen Bergen zu
wandern und das Leben der Bergbewohner mitzuerleben ist unbeschreiblich. Für Elke und mich war das ein neuer Höhepunkt auf unserer Reise.

 Wieder einmal schmeißen wir unsere Pläne über den Haufen und fliegen ab dem 23.Oktober nach Thailand, um in Asien bis zum Januar eine Rundreise ohne Fahrrad zu machen. Zuerst müssen wir in die Hauptstadt Kathmandu, um von da aus weiter nach Thailand zu fliegen.

 Auf der Insel Koh Chang erwartet mich mein neuer Computer, mit dem ich Euch wieder regelmäßig mit Berichten versorge. Danach wollen wir entlang des Mekong, zwischen Kambodscha, Laos und Vietnam eine kleine Rundreise machen, bevor wir im Januar „unser" Castle Resort übernehmen.

 Es bleibt spannend, was die Weinschmitts in den nächsten Jahren noch alles erleben und bewegen werden.

Bisher erschienene Folgen unter: www.speyer-aktuell.de /Menschen (els/Foto: Privat)

Foto 2:  Elke mit Charakterhose und in Schuhen, die "Hunger" haben.


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