Die Veranstaltungsreihe "Internationale Gitarrennacht" im Hockenheimer Pumpwerk hat mittlerweile eine Qualität auf höchstem Niveau erreicht. Claus Boesser-Ferrari ist der Initiator und quasi der künstlerische Leiter dieser Veranstaltungsreihe und seit mehr als 15 Jahren zu Gast im Hockenheimer Pumpwerk. Zu der Gitarrennacht am kommenden Freitag, 5. März ab 20:00 Uhr bringt er Bob Bonastre aus Paris, Konarak Reddy (Bangalore, Indien) und Teja Gerken aus den USA mit. Foto: Claus Boesser-Ferrari.
Claus Boesser-Ferrari hat sich einen Ruf als musikalischer Freigeist erworben. Er macht diesem Ruf alle Ehre. Von der Rockmusik kommend, die klassische Gitarre am Konservatorium streifend, wird er Fan von Tom Praxton einerseits, von Ralph Towner andererseits. Aber auch Albert Ayler, Miles Davis und Jimmy Hendrix zählen zu seinen Idolen. Mittlerweile steht Claus Boesser-Ferrari für eine völlig eigene Ästhetik und Klangsprache, die sich zwischen "aufregend schönen Stimmungsbildern" (Deutsche Welle) einerseits, und "ernster, bisweilen impressionistisch malender Musik..." (Die Zeit) bewegt. Sein Programm umfasst eigene Kompositionen sowie Jazz-, Rock- und Folktitel, die in firrenden Klangkaskaden oder raffinierten, percussiven Grooves verpackt daherkommen. Bob Bonastre kommt aus einer spanisch-französischen Familie und wurde im Senegal geboren. Mit 14 verliebte er sich in die Gitarre. Jazz, Rock und zeitgenössische Musik gehören zu seiner Kultur, doch die Arbeit mit der Nylonsaiten-Gitarre hat ihm neue Richtungen eröffnet, in denen der Klang so wichtig wie die Note ist. Heute spielt er vorwiegend eigene Kompositionen in Solo-Konzerten, in denen er einen breiten Ausdruck präsentiert, der sich aus komplexen Harmonien, perkussiven Techniken und seiner begeisternden Drei-Oktaven-Stimme zusammenfügt. Seine Musik erzählt von Reisen, von inneren und solchen rund um die Welt. Er führt sein Publikum von einem Kontinent zum anderen, immer mit einer Verbindung von Gefühl und Spiritualität: eine Musik, worin der Wert des Tons so wichtig ist wie die Tugend der Stille (http://www.bob-bonastre.com/). Der Inder Konarak Reddy ist berühmt für sein Fingerstylespiel. Er kombiniert in seiner Musik Einflüsse des Jazz, der westlichen Klassik und indische Musikstile. Immer wieder blitzen in den reichen Klangfarben Elemente westlicher Klassik durch. Kein Wunder, denn schließlich hat Konarak in London und Boston Musik studiert. Das ist Weltmusik ohne jeden bemüht ethnischen Beigeschmack. Grenzen fallen bei ihm, Räume weiten sich, vielschichtige Dialoge werden möglich. Genau das richtige für denjenigen, der neue Klangfarben entdecken möchte (http://www.konarakreddy.com/). Teja Gerken, ein bekannter Fingerstyle-Gitarrist aus Kalifornien, ist ein typischer Vertreter der amerikanischen Blues- und Folk Szene. "This sounds as if Michael Hedges, Paco De Lucia, and Bill Monroe are all fighting over a guitar." So beschreibt das Internet-Magazin Listen.com den Fingerstyle-Gitarristen Teja Gerken (http://www.tejagerken.com/ ), und tatsächlich ist es eine Vielfalt von Einflüssen, die auf seiner Debüt-CD zum Vorschein kommt: Folk, Rock, Jazz, Klassik, Flamenco. Aus der neuen Generation der San Francisco Fingerstyle-Szene ist er nicht mehr wegzudenken. "Er spielt ohne seine eigene Identität zu verlieren oder Stile zu verwässern." (spa) Karten zum Preis von 16 Euro (ermäßigt für Schüler / Studenten 14 Euro) gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Stadthalle Hockenheim, beim New Magazin Shop Müller in der Hirschstraße, im Kartenshop der Hockenheimer und Schwetzinger Zeitung sowie unter der Ticket-Hotline 06205 922625. Unter www.pumpwerk-hockenheim.de können Karten auch online bestellt werden (weitere Infos gibt es unter http://www.boesser-ferrari.de/).
|