Gerade jetzt, wenn es langsam Frühling wird und die Tiere während der Brunstzeit verstärkt in den Revieren unterwegs sind, macht sich die Zahl der Wildunfälle ab den Monaten März/April auch in der Unfallstatistik bemerkbar. In einer Langzeitbetrachtung über zehn Jahre wurde im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Speyer eine deutliche Zunahme bei den Wildunfällen ab diesen Monaten festgestellt. Die Wildunfällen stiegen im Vergleich zu den Vormonaten von 73 auf 89, im Mai auf 95 Unfälle an, bevor dann im Juli ein Rückgang auf 49 Unfälle zu verzeichnen war.
Besondere Aufmerksamkeit ist in der Morgen- und Abenddämmerung, zwischen 5:00 und 8:00 Uhr sowie zwischen 18:00 bis 24:00 Uhr geboten. Zu diesen Zeiten ereignen sich die meisten Wildunfälle. Als besonders auffällige Streckenabschnitte haben sich die Iggelheimer Straße (L528) zwischen Speyer und Böhl-Iggelheim, die B39 zwischen Speyer und der Aumühle in Richtung Neustadt sowie die K15 zwischen Dudenhofen und Schifferstadt herauskristallisiert. An diesen besonders auffälligen Streckenabschnitte wird durch das Verkehrszeichen "Wildwechsel" auf die Wildunfallgefahr hingewiesen. Das bedeutet aber nicht, dass es auf anderen Strecken nicht zu einer Kollision mit Wild kommen kann. Auch hier wird die entsprechend vorsichtige Fahrweise angeraten. (spa/Foto:c-promo) Was tun bei einem Wildunfall? - Lässt sich ein Zusammenprall mit dem Wild nicht vermeiden, Lenkrad gut festhalten und weiterfahren. - Eine Vollbremsung nur dann einleiten, wenn kein Auffahrunfall mit einem nachfolgenden Fahrzeug droht. - Auf keinen Fall ausweichen. Ausweichmanöver können für Sie selbst und andre schlimme Folgen haben. - Nach einem Unfall sofort die Warnblinkanlage einschalten und die Unfallstelle absichern. - Die Unfallstelle mit einem Taschentuch oder ähnlichem markierten, damit der Jäger oder Förster die Unfallstelle leichter auffinden kann. - Den Unfall unverzüglich der Polizei melden, die auch für die spätere Schadensregulierung eine Wildunfallbescheinigung ausstellt. - Wild niemals mitnehmen. Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig.
Statistiken zu Wildunfällen (zum Vergrößern bitte anklicken):
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