Unbürokratische Hilfe für die, die es am nötigsten haben. Das hat sich der Verein „Aktion Fluthilfe Schwetzingen.“ auf die Fahnen geschrieben. Er möchte die Opfer der Tsunami-Katastrophe unterstützen. In Matara, einer Stadt mit 70.000 Einwohnern im Süden von Sri Lanka, wird der Verein den Bau eines Waisenhauses für maximal 30 Kinder unterstützen, die ihre Eltern verloren haben.
Das Projekt gewinnt dieser Tage an Konturen. Zur Abklärung weiterer Details empfing Oberbürgermeister Bernd Kappenstein in der vergangenen Woche Mahesh Hewakandamby, der direkten Kontakt nach Matara hat, und Rüdiger Bednarz von der Initiative „Halver hilft Matara“. Nachdem die Baupläne für das Waisenhaus fertig sind und die entsprechenden Genehmigungen vorliegen, sollen nun die letzten Formalitäten zum Abschluss gebracht werden. So muss der Verein „Aktion Fluthilfe Schwetzingen e.V.“ einen zuverlässigen finanziellen Transfer der Gelder regeln. In Matara kümmert sich als Partner des Vereins die „Young Men Buddhist Association“ (Y.M.B.A.), eine gemeinnützige und staatlich anerkannte Organisation, um das Projekt. Der von der Y.M.B.A. eigens gegründete Verein „Bodu Mage“ (=klarer Weg) wird Eigentümer und Träger der Einrichtung. Daneben wird eine Schule mit vier Klassenräumen gebaut, die von der nordrhein-westfälischen Stadt Halver finanziert wird. „Mir ist es besonders wichtig, dass man die dortigen Verhältnisse berücksichtigt und daher auch eine Verankerung des Hauses in der Gemeinde sicherstellt“, betont Bernd Kappenstein, Vorsitzender des „Aktion Fluthilfe Schwetzingen e.V.“. Man dürfe den Menschen nicht die westeuropäischen Standards aufzwingen. Ende Januar werden Bürgermeister Stefan Dallinger, 2. Vorsitzender des Vereins, und Stadtrat Dr. Hans-Joachim Förster aus dem Beirat nach Sri Lanka fliegen, um dort die noch notwendigen Formalitäten zu erledigen. „Wir möchten sicherstellen, dass auch wirklich den Menschen geholfen wird, die am meisten darauf angewiesen sind und dass sich niemand bereichert“, erklärt Stefan Dallinger. Bei diesem Besuch ist die Grundsteinlegung des Gebäudes vorgesehen. Der Bau des Waisenhauses nimmt demnach sichtbare Formen an. „Ich hoffe, dass das Haus so bald wie möglich seiner Bestimmung übergeben werden kann und die Kinder ausgewählt werden, die dort einziehen“, so der Oberbürgermeister. Sobald die Kinder bekannt sind, will er sich so schnell wie möglich auf die Suche nach geeigneten Paten machen. Mit dem Geld, das den Kindern durch ihre Paten zukommt, wird dann Essen, Kleidung und Spielzeug gekauft.
Foto: Oberbürgermeister Bernd Kappenstein, Mahesh Hewakandamby, Stadtrat Dr. Hans-Joachim Förster, , Rüdiger Bednarz, Bürgermeister Stefan Dallinger und Wolfgang Leberecht.
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