Der Bahnhof wird verkauft. Mit diesem am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung mit sehr breiter Mehrheit getroffenem Votum macht der Gemeinderat einen Schlussstrich unter einen jahrelangen Verhandlungsmarathon, wie die Verwaltung jetzt informiert.
Die Auswahl zwischen zwei Interessenten fiel auf die Firma iiB Dr. Hettenbach GmbH aus Plankstadt, die ihr Konzept im September im Rat vorstellte. iiB mit Geschäftsführer Dr. Peter Hettenbach an der Spitze ist in der Projektentwicklung und der Marktforschung für Immobilien und damit zusammenhängenden Beratungsleistungen tätig, und wird den Bahnhof als Firmensitz und damit überwiegend für Bürozwecke nutzen und umbauen. Vor der Entscheidung nahmen sich die Stadträte ausführlich Zeit, um über die aktuell entstandenen Pläne für eine mögliche Kulturnutzung des Bahnhofs zu beraten. Sie wurden von Stadträtin Maier-Kuhn in der Sitzung vorgestellt, die Urheberin dieser Idee ist. Finanzielle Aspekte gaben letztendlich den Ausschlag dieses Konzept zu verwerfen, schließlich wurden hier doch in fast allen Fraktionen erhebliche Belastungen für künftige Haushalte befürchtet. Wichtig für die vielen Bahnkunden aus Schwetzingen und der Region: die Zukunft des Bahnstores im Erdgeschoss bleibt auch in der neuen Konstellation langfristig gesichert. Unerwünschte Nutzungen wie Spielhallen und Gastronomie sollen auch künftig dort nicht einziehen. Dafür sorgen entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit dem Käufer. Bereits 2003 hatte die Stadt Schwetzingen den Bahnhof von der Deutschen Bahn AG gekauft, um damit Einfluss auf künftige Nutzungen in dem Gebäude nehmen zu können. Ansätze für sinnvolle Nutzungskonzepte auch unter Einschaltung des Projektentwicklers Gebert und Mack aus Heilbronn brauchten bis dato nicht den gewünschten Erfolg. (spa)
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