Die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. hat den Firmen geox GmbH und Bestec GmbH den diesjährigen "Ökologia"-Preis für das Landauer Geothermieprojekt im Energieberatungszentrum der Pfalzwerke AG in Kandel gemeinsam mit der amtierenden "Ökologia" - Botschafterin der Ökologie -, der baden-württembergi-schen Umweltministerin Tanja Gönner, verliehen.
Stiftungsvorsitzender Hans-Joachim Ritter lobte den Mut und die Investitionsbereitschaft der beiden Preisträger zu Gunsten des Tiefengeothermieprojekts in Landau. Überdies hätten die Firmen bisher eine glückliche Hand gehabt. "Schließlich haben sie an der richtigen Stelle gebohrt." Obgleich politisch gewollt, sei in Deutschland aufgrund des hohen Investitionskostenrisikos die Tiefengeothermie kaum aus dem Forschungsstadium herausgetreten. Ritter und Umweltministerin Gönner wünschten dem Landauer Geothermieprojekt weiterhin Glück und Erfolg. Geox GmbH, Investor und Betreiberfirma der Landauer Geothermieanlage, und die Firma Bestec GmbH, die für die Untertagearbeiten und den Thermalwasserkreislauf verantwortlich ist, hätten echte Pionierarbeit geleistet, betonte die "Ökologia" bei der Preisverleihung. "Die Geothermieanlage in Landau wird mit der Inbetriebnahme die Erdwärmeproduktion in Deutschland vervielfachen", meinte Gönner. Auch der Stiftungsvorsitzende Ritter hofft auf eine Geothermie-Euphorie in Deutschland. Seit 2001 beruft die Stiftung jährlich eine in ökologischer Hinsicht kompetente Dame zur "Ökologia". Umweltministerin Tanja Gönner wurde für 2007 zur Botschafterin der Ökologie gewählt. Sie soll auf sympathische Art und Weise für die Ökologie werben, denn "die Ökologie ist weiblich". Jährlich vergibt die Stiftung den "Ökologia"-Preis an ökologisch arbeitende Unternehmen. Während bisher seit 2002 nur Wohnungsbauunternehmen wegen Energieeffizienzmaßnahmen geehrt wurden, wollte die Stiftung in diesem Jahr zugunsten der Geothermie ein deutliches Zeichen setzen. Die Geschäftsführer der geox GmbH, Dr. Heiner Menzel und Peter Hauffe sowie Dr. Jörg Baumgärtner und Gunther Wittig von Bestec GmbH nahmen die Preise entgegen. In diesem Jahr gestaltete die Berliner Künstlerin Bärbel Dieckmann 2 Terrakotta-Ökologia-Skulp-turen. Dr. Baumgärtner und Hauffe dankten für die Auszeichnung. Peter Hauffe erläuterte in einer Powerpoint-Präsentation die Geothermietechnik. Die Landauer Anlage werde 6.000 Haushalte mit Strom und 300 Haushalte mit Fernwärme versorgen. Jährlich würden 6.000 Tonnen Kohlendioxid, das als Klimakiller Nummer 1 gilt, eingespart werden. Am 21. November fällt der Startschuss für den Probebetrieb. Die Veranstaltung wurde musikalisch durch die junge Nachwuchssängerin Miriam Ast mit Begleitung umrahmt. (spa)
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