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Igelfütterung im Herbst: Tipps für stachlige Gesellen - Aus Entfernung beobachten - Zufütterung im Winter - Zum Tierarzt bringen - Geschwächte Jungtiere

Sie sind hier: regional aktuell > NATUR UND UMWELT > Igelfütterung im Herbst: ...
 

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Kategorie: NATUR UND UMWELT
Veröffentlicht am: 27. October 2008 19:21 - 3487 Hits

  Im Herbst verstecken sich Igel tagsüber im Kompost, Reisighaufen oder einer Hecke. Sie verlassen das Versteck nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Selbst in den ersten Frosttagen wandern viele Igel noch im Freien umher. Der Tierschutzverein Schifferstadt warnt jedoch nachdrücklich vor gut gemeinter, aber falsch verstandener Tierliebe. Tierfreunde nehmen oft die scheinbar hilflosen Tiere auf, aber Igel dürfen nicht vorschnell in die menschliche Obhut genommen werden. Für den Fall, dass dies doch einmal nötig sein sollte, gibt die Vorsitzende, Christa Maier, Ernährungstipps.
Foto: Nur kranke und schwache Igel brauchen Hilfe vom Menschen, um den Winter zu überstehen. 
 

  Ein ideales Winterquartier für die Tiere sind aufgehäufte Gartenabfälle, deshalb sollte jeder Hobbygärtner sie einfach liegen lassen. Sollen die Abfälle doch entsorgt werden, ist vorsichtiges Vorgehen angebracht - erst muss kontrolliert werden, ob sich ein Igel darin niedergelassen hat. Ein gesunder Igel hat dann die Chance zu flüchten und ein neues Quartier zu suchen.
 Wer in den Wintertagen einen Igel tagsüber sieht, sei es ein erwachsenes Tier oder ein Igelsäugling, sollte ihn aus sicherer Entfernung beobachten. Nicht immer braucht ein solches Tier die Hilfe der Menschen. Nur verwaiste Igelsäuglinge, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfebedürftig.
 Igeljunge, die tagsüber außerhalb des Nestes angetroffen werden, sind meist mutterlos. Kranke oder verletzte Igel erkennt man sofort daran, dass sie tagsüber herumliegen, oft mager sind und sich apathisch verhalten.
 Igel, die nach Wintereinbruch, also bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meist krank oder geschwächt. Oft sind es Jungtiere, die zu spät geboren wurden, um sich noch ein ausreichendes Winterfettpolster anzufressen. Igel, die im November noch deutlich unter 500 Gramm wiegen, haben ohne Zufütterung kaum eine Aussicht, das nächste Frühjahr zu erleben. In der Regel gilt: Das Tier vorsichtig aufnehmen und zuerst einmal zum Tierarzt bringen oder den Tierschutzverein informieren. Dort gibt es Tipps für die weitere Behandlung und besonders für die Nahrungsauswahl, denn falsche Ernährung kann das Todesurteil für ein hilfloses Igelchen bedeuten - ein Schälchen warme Milch am Morgen kann für den Igel tödlich sein. (spa/Foto: thotti)
 
Weitere Informationen sind erhältlich bei der Ersten Vorsitzenden des Tierschutzvereins Schifferstadt, Christa Mayer: Telefon 06235/1202.
www.tierschutzverein-schifferstadt.de.
www.tierheim-speyer.de
 
 


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