Forum: Hungertod in Speyer/Deutschland

Topic: Gibt es das Recht auf Hungertod?


Werner.Gallo - 2007-05-12 21:31:29

Am Freitag, den 11. Mai konnte man in der \"Speyerer Morgenpost\" lesen, daß nach Aussage des GfA-Leiters Grohe der Rückzug aus der Gesellschaft eine selbst gewählte Entscheidung sei. Orginalzitat: \"Wenn jemand beschließt, sich völlig aus der Gesellschaft zurückzuziehen, kann so etwas vorkommen, so schlimm es auch sein mag.\"
Der verhungerte Speyerer Arbeitslose hatte also beschlossen, sich aus der Gesellschaft zurückzuziehen und zu verhungern. Schließlich leben wir ja in einem \"freiheitlichen\" System, wie immer wieder gerne betont wird. Jeder ist seines Glückes Schmied... und schließlich ist Speyer nach der Definition seiner Oberen eine \"Wohlfühlstadt\".
Daß die Herren von Hartz IV ihr System niemals in Frage stellen werden, geschweige denn darüber reden wollen, wozu Hartz IV dient, war von Anfang an klar.

So wird es mit jeder weiteren Maßnahme und weiteren öffentlichen Rechtfertigung zunehmend zynischer:
Gegen die Mutter - selbst Hartz-Opfer - läuft ein Ermittlungsverfahren wegen \"unterlassener Hilfeleistung\" ... und wenn die Ausgegrenzten, die Überflüssigen und Gedemütigten sich zurückziehen, dann hat Hartz IV funktioniert. Dafür wurde es eingeführt. Und wenn dann noch einer verhungert, dann war dies seine \"freie\" Entscheidung.

Daß diese Unions\"christen\", die offenkundig die GfA unter sich aufgeteilt haben, in aller Welt, wo es ihnen in den Kram paßt, Menschenrechte einfordern, ist bekannt. Es sind meist \"Menschenrechte\" für Reiche. Für Arme gibts das \"Menschen\"recht auf Hungertod gratis dazu.

mfg


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